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Umgang mit intensiven, unangenehmen Gefühlen




Die Tatsache, dass der Umgang mit Gefühlen immer mehr ins Bewusstsein und in den Alltag der Menschen zurückfindet, ist ein erfreulicher Aspekt. Ein Punkt, der sich in unserer oft emotional verkümmerten Gesellschaft zum Positiven auswirkt und eine Veränderung mit unterstützt.


Verdrängte Gefühle münden leider in Dysfunktionalitäten (Fehler, Mangel) und ungesunden Bewältigungsmechanismen auf der emotionalen Ebene. Auf lange Sicht münden diese Strategien in emotionaler wie auch körperlicher Krankheit und einer Schwächung des Immunsystems. Unterdrückte Gefühle und/auch Bedürfnisse lösen körperliche Stressreaktionen aller Art aus: Kopfschmerzen, Herzkreislaufprobleme, erhöhter Bluthochdruck, Nierenschäden, Magenprobleme.


Kurzum kann irgendein Erlebnis im Alltag solche Verdrängung wieder mobilisieren (reaktivieren, triggern). Der Deckel hebt sich und die Gefühle brechen aus. Und nun?

Die Lösung: Sie wollen von Dir einfach erkannt, gesehen, akzeptiert, angenommen und integriert werden.


Wenn jetzt so ein unangenehmes Gefühl aufbricht und die Intensität dich erschreckt und allenfalls in einen ohnmächtigen Zustand bringt, ist es oft so, dass wir es nicht zeigen können/wollen oder „sollen“. Oft sind wir dann ganz alleine damit und/oder trauen uns nicht wirklich, unmittelbar mit jmd. offen davon zu sprechen. Scham, Schuld und Selbstsabotage sind dabei gern gesehene Nebenwirkungen.


Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten, mit diesen Gefühlen 1:1 zu „arbeiten“, eine passiv-aggressive und/aber aktiv-aggressive Art zu entschärfen. Auch um Gewaltszenen der seelischen, emotionalen/psychischen wie auch verbalen, körperlichen wie auch sexuellen Art abzufedern.


Einerseits ist es sinnvoll, retrospektiv zu erkennen, warum und wobei dieses Gefühl entstanden ist. Entwicklungs- wie auch Schocktrauma - wie wir sie auch in den letzten 3 Jahren aus gesellschafts-politischer Sicht erlebten, sind dabei wichtige Wegweiser.

Dies unterstützt dich dabei, deinen Bewältigungsmechanismus zu verstehen und dich davon zu trennen, respektive zu lösen. Auf der psychologischen Ebene reden wir dabei von der Erkennung und Lösung von Dissoziativen Mustern, entstanden in früheren Inkarnationen, im jetzigen Leben und/aber auch generationenübergreiffende Muster. Miteinander und in einem geschützten Rahmen, die Erfahrungen zu besprechen sind auch für die emotionale Verarbeitung und Weiterentwicklung wichtig und wertvoll.


Gerne gebe ich dir eine tolle Übung aus der Psychosynthese mit an die Hand, die als einfach, und schön erachte, um in Eigenregie oder selbstverantwortlich, sich im persönlichen Alltag um die intensivsten Gefühlen zu kümmern. Das ist überall und für alle Situationen möglich. Hier ein paar Beispiele


- allem voran im Umgang mit sich selbst -> weg von der Strenge und Härte und hin zu

einem liebevollen Umgang mit sich selbst & nach Bedarf mit einer stimmigen Prise

Humor:-)

- In Partnerschaft(en)

- Mit den Kindern und jungen Erwachsenen

- Mit den Nachbarsleuten, Arbeitskollegen, Vorgesetzten, Freunden

- Auf der Strasse, im Bus, Zug, Velo, Auto, Schiff, zu Fuss,

- Im Schwimmbad, beim Waldlaufen, beim Einkaufen, Wandern, Sport, Parkieren

- usw.


Du kannst bei der Übung stehen und/oder auch sitzen, liegen, Hauptsache, du kannst deine Konzentration bei dir halten. Dabei nimmst du die linke oder die rechte Hand – einfach jene, die sich für dich in dem Moment stimmig anfühlt.


Nimm die ausgewählte Hand und stell dir dieses unangenehme Gefühl darin vor. Beachte es dabei


- was für eine Form hat es

- zeigt es sich in einem Symbol

- welche Farbe hat das Gefühl

- verändert es die Form

- und wie

- hat dieses Gefühl einen Duft

- wie riecht es

- was empfindest du dabei

- Erkundige dich bei dem Gefühl, respektive frage das Gefühl, wieso es da ist und wieso du es brauchst


Öffne anschliessend deine andere Hand und kreiere ein angenehmes Gefühl – ein harmonisches „Gegen“gefühl.

Beachte auch hier, welches Gefühl hier ist und entstehen vermag.


- was für eine Form hat es

- zeigt es sich in einem Symbol

- welche Farbe hat das Gefühl

- verändert es die Form

- und wie

- hat dieses Gefühl einen Duft

- wie riecht es

- was empfindest du dabei

- Erkundige dich bei dem Gefühl, respektive frage das Gefühl, wieso es da ist und wieso du es brauchst


Lass diese angenehme Gefühl in seiner Form wachsen und grösser werden als das Unangenehme.


Verbinde das Angenehme Gefühl mit dem Unangenehmen in deiner anderen Hand.

Stell dir die Verbindung in Form eines Fadens, einer Schnur, eines Garns, eines Seiles, eines Kabels, eines Gummitwist oder einfach was für dich stimmig ist, vor und lass dieses Bild, diese Verbindung wirken, bis du dich wieder in der inneren Balance fühlst. Mit einem tiefen Atemzug, einem Dankeschön und einem Lächeln für dich unterstützt du diese innere Verankerung.


Du wirst merken, dass du dich einerseits bodenständiger und zugleich sanfter und beschwingter fühlst. Deine persönliche Aufrichtung ist dadurch ganzheitlich wieder gefestigter. Du fühlst dich klarer, ermuntert und entscheidungsfreudiger.


Übrigens…Deine Antworten die du erfährst, das was sich dir zeigt ist alles ok und richtig. Denn das ist dein Unterbewusstsein. Beobachte ohne zu werten – beide Gefühlsarten haben ihre Berechtigung.


Bewerten ist zwar menschlich, aber bitte distanziere dich wieder davon und bleib im Vertrauen, dass das, was dein Unterbewusstsein dir sagt und/oder zeigt für dich stimmig, lindernd und auch heilend ist.


Ich danke dir von Herzen, dass du dich um deine Gefühle kümmerst. Wenn du alleine damit nicht klarkommst, bin ich natürlich gerne phasenweise für dich da. Gleichwohl wünsche ich dir weiterhin viel bäumige, liebevolle Kraft und goldenes Seelenlicht.


Herzliche Grüsse

Aurelia Mana Marty


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